Walther SG 9000

      Walther SG 9000

      Walther SG 9000






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      Einleitung
      Die Walther SG 9000 Pumpgun von Umarex gibt es gerade mal ein paar Monate und aufgrund der 3,5 Joule gepaart mit einem Preis von ca. 90€ musste es einfach getestet werden.

      Lieferumfang
      Da ich bei einem Landauer Waffenshop persönlich gekauft habe weicht mein Zubehör etwas ab, dabei war bei mir: Pumpgun, Umarex 88g CO2 Kapsel und Speedloader.
      Normalerweise ist kein Speedloader, sondern sehr hochwertige gelbe Munition dabei^^


      Erster Eindruck
      Der erste Eindruck: sehr solide, stabil und hochwertig. Starkes und mäßig lautes Klicken beim Betätigen des Abzugs. Die Stabilität rührt nicht zuletzt daher dass es sich um eine NBB handelt und sich nichts außer Ladefeder, Feuerwahlhebel und Abzug bewegen lässt. Die Kappe vorne zum Einführen der CO2 Kapsel geht auch recht schwer ab.
      Der Griff ist ein sehr bekannter Teil am SG 9000, denn wer hatte früher keine P99 Spring. Nur mit 57cm etwas länger als die Spring. Der vordere Teil erscheint etwas wuchtig, ist um einiges breiter als das hintere Stück. Auch das Ganzmetall-Rail am Vorderschaft (rechts, links, unten) sowie auf der Walther drauf für die Visierung (Kinn und Korn gibt es nicht) überzeugt und lässt sehr viele Möglichkeiten offen (je nach Gesetzeslage im Land).





      Hier zu sehen mit Walther PS22 und Tarnung.
      Markings in Form von „SG 9000“, „Walther“ und einem Warnhinweis auf Englisch wie dem guten alten „Made in Taiwan“ sind vorhanden, selbstverständlich auch noch unser schönes F im Kästchen.

      Magazinschacht rechts, wie auch der Feuerwahlhebel. Letzteres ist gemäß dem vorderen Teil der Waffe auch gut handlich und groß genug. Gesichert, Einzel- und Dreifachschuss sind auswählbar.
      Technische Details
      Die SG 9000 gibt es in 4,5mm (Stahldiabolos) und der 6mm Version. Ich habe die 6mm Version getestet.
      Die Waffe wird mit 180m/s oder 3,5 Joule mit 0,2g Kugeln im Einzelfeuer angegeben. Bei Dreifachschuss liegt die Energie etwas niedriger ca. 120m/s (laut Hersteller).
      Es wird zum Verschießen der BBs eine 88g CO2 Kapsel benötigt, welche dann aber auch ein ganzen Spieltag locker überstehen sollte. Die Kappe mit dem Rail am Vorderteil der Waffe ist abnehmbar, sitzt allerdings bombenfest. Die Kapsel wird dort eingeschraubt.

      Schusstest
      Stark ist die Waffe auf jeden Fall. Man kann locker snipern aus großer Entfernung (schätze mal so 80m, genaueres nach Spieltest). Die SG 9000 überbietet meine Tanaka 98k bestimmt um das Doppelte, wenn nicht sogar mehr und vom ICS M4 wollen wir erst gar nicht reden.
      Allerdings ohne Zielhilfe ist es so gut wie unmöglich jmd direkt beim ersten Schuss zu treffen, da die Waffe ab ca. 10m stark nach rechts zieht. Und die Kugeln erst nach 10-20m so langsam werden dass man sie sieht und danach „zielen“ kann. Wobei dieses „langsam“ keineswegs wirklich langsam ist ;)
      Jedoch nach einiger Einstellung am RedDot findet auch die erste Kugel direkt ihr Ziel. Der Streukreis auf einer 10m KK Scheibe bleibt recht konstant im 8-9er Kreis maximal (mit Auflegen von 10m)
      Beim Dreifachschuss verzieht sich das Schussbild keineswegs und dass die Kugeln weniger Mündungsenergie haben merkt man kaum bis gar nicht. Generell, egal wie, hat die Waffe kaum Ausreißer und wenn dann liegen sie in der Toleranz.
      Das Nachladen lässt sich hier als eindeutige Schwäche aufzählen. Ohne Speedloader beinahe unmöglich, mit Loader dauert es dann aber doch seine Zeit bis die 30 Kugeln ihren Weg vor die Feder in dem Schacht gefunden haben. Wenn man den Ladehebel nicht auch noch aus der Verankerung stupst und somit weitere Sekunden verschenkt. Mit etwas Deckung aber auch nicht gerade das größte Übel.
      Zudem ist die Waffe recht laut, sau viel leiser als ein Luftgewehr wird sie nicht sein.

      Pro:
      -Extrem hohe Reichweite mit dabei hoher Genauigkeit
      -Hohe Kapazität der CO2 Kapsel (kein Wechsel während des Spiels erforderlich)
      -Viele Möglichkeiten der Montage (Lampe, Pointer etc im Ausland; wie auch Visierung)
      -Sehr stabil und handlich
      -Wahnsinns Preis-Leistungsverhältnis

      Contra:
      -Magazin von 30 Schuss recht klein (vor allem bei 3er Schuss) und relativ hohe Nachladezeit
      -Mit der Kapsel ist man natürlich recht unflexibel und muss sich wahrscheinlich hier und da mal fragen ob sich der Anbruch einer neuen Kapsel überhaupt lohnt
      -3,5 Joule sind eben wirklich sehr stark und deshalb nicht für CQB geeignet
      -schwierig zu snipern, da es keine Schulterstütze gibt. Deshalb wird auch schnell verwackelt



      Fazit
      Auf jeden Fall empfehlenswert! Für diesen Preis diese Leistung ist oberklasse :thumbsup: Die Stärke mit der Präzision ist kaum woanders zu finden und wenn dann niemals für diesen Preis, ich würde jederzeit wieder zugreifen.
      Wer genug Kugelverschleiß hat und die 88g Kapsel sowieso komplett ausnutzt (oder dem die 10€ egal sind) und dem das lange Nachladen nichts ausmacht MUSS fast schon zugreifen.
      Demnächst wird das Teilchen mal einem Spieltest unterzogen, danach gibt’s edit diesbezüglich.

      Danke fürs Lesen und falls jmd eine Frage hat, nur her damit…
      greetz zim002

      Edit:
      Spieltauglichkeit
      Wie schon bereits vermutet übertrifft die SG9000 so ziemlich alle gängigen SAEGs. Getestet wurde gegen M4A1 (Colt) und G36c (Umarex). Die Reichweite übertrifft beide logischerweise, jedoch kann man aufgrund des Cooldowns nicht annähernd so schnell schießen wie die Elektrischen. Sprich nach 3-4 Schuss hintereinander geht die Reichweite drastisch nach unten. Somit sollten CQB (3,5J eben) und schnellen Schießereien aus dem Weg gegangen werden ;). Von der Treffgenauigkeit kann man jedoch wieder sehr gut mit Snipergewehren mithalten. In den meisten Fällen wars ein Schuss, ein Treffer.
      Eine CO2-Kapsel reicht gut über einen Spieltag hinweg.


      -Snap-

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